Trailerschau für Filmstarts vom 19.4.

Auf die DVD warten:
Chronicle (Chronicle – Wozu bist Du fähig?): Das Thema „Teenager mit Superkräften“ mit den Mitteln des Found-Footage-Films erzählt, von den selbst noch sehr jungen Josh Trank und Max (Sohn von John) Landis. Beginnt wohl recht gutgelaunt, um dann immer düsterer zu werden. Und kostümierte Superhelden kommen hier garantiert nicht vor. Den Videokamera-Look brauche ich nicht unbedingt im Kino, aber als DVD wird der sicher geguckt.

Vielleicht mal im Fernsehen:
L’Apollonide, souvenirs de la maison close (Haus der Sünde): Sittenbild eines Pariser Bordells zur vorletzten Jahrhundertwende. Toll und detailreich ausgestattet und mit Rocksongs aus den 1970ern versehen, sicher ein interessanter Film.

My Week with Marilyn: Biopics sind ja meist dann am besten, wenn sie nicht eine komplette Lebensgeschichte erzählen, sondern sich auf einen bestimmten, möglichst kurzen Zeitabschnitt im Leben einer Persönlichkeit beschränken. So wie hier, wo es um einen Filmdreh von Marilyn Monroe unter Regie von Laurence OIivier geht, während dessen sie den jungen Assistenten Colin Clark verführte. Der hat darüber später ein Buch geschrieben, dass nun als Basis für diesen sehr schön besetzten Film (ist Michelle Williams nicht bezaubernd?) diente.

Sohnemänner: Tragikomischer Vater-Sohn-Beziehungsfilm, der im Schwarzwald spielt, ohne bekannte Namen und mit ganz wenigen, dafür aber sehr positiven Kritiken.

En Kongelig Affære (Die Königin und der Leibarzt): Dänischer Historienfilm über den jungen König Christian VII, dem einflussreiche politische Kräfte einen aufklärerischen Leibarzt an die Seite stellten. Ich bin kein Freund von Kostümdramen, aber das sieht ganz interessant aus. Lars von Trier hatte übrigens (als Produzent und „Script Supervisor“) auch seine Finger im Spiel.

Muss nicht sein:
African Cats (Im Reich der Raubkatzen)
: Disney-Naturfilm mit Raubkatzen. Schönes Licht, schöne Bilder, kitschige Musik, pathetischer Off-Kommentar und bestimmt auch doofe Vermenschlichung der Viecher.

Das Haus Anubis – Pfad der 7 Sünden: Ich kenn mich da nicht aus, aber Das Haus Anubis scheint eine ziemlich erfolgreiche Eigenproduktion des deutschen Nickelodeon-TV-Kanals zu sein, in der Teenager in eine Märchen-Parallelwelt geschickt werden. Der dazugehörige Kinofilm sieht auf uncharmante Weise trashig und billig aus, aber vielleicht gefällt das der Zielgruppe ja. Der Trailer enthält immerhin einen grandiosen Lacher: Stichwort Smudo!

One for the money (Einmal ist keinmal): Rasend unoriginell aussehende Filmversion einer US-Bestsellerreihe von Janet Evanovich über eine Kautionsdetektivin. Während die deutschen Buchcover und -titel ganz unverhohlen jene Leserinnen von Unterhaltungsromanen anspricht, die sich für Hera Lind ein bisschen zu jung fühlen, geht es der Film etwas neutraler an und packt auch ein bisschen Action in den Trailer, so dass sich vielleicht auch ein paar Jungs ins Multiplex verirren könnten. Das Tomatometer steht derweil bei eindrucksvollen 2 Prozent.

Sonst noch:
Anton Corbijn Inside Out: Deutsche Doku über den Star-Fotograf und inzwischen auch Filmemacher.

The Other Europeans in: Der zerbrochene Klang: Ein Klezmer-Ensemble auf Reisen.

Sing Your Song: Doku über Harry Belafontes politisches Engagement von der schwarzen Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre bis zum Anti-Kriegs-Demo von heute. Versprüht leider den Charme dieser fiesen amerikanischen Motivationsposter.

 

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