Trailerschau für Filmstarts vom 14.6.

Pause vorbei. Pack ma’s wieder. Mitten rein ins Kino-Sommerloch, und munter angereichert mit ein paar Pressezitaten, solange das noch geht.

Auf die DVD warten:
Rock of Ages: Mit Musical-Verfilmungen kann man mich in der Regel jagen, die hier reizt mich aber doch: einmal wegen der Musik, Hairmetal der 80er, die man halt als Guilty Pleasure einfach nicht los wird, wenn man sie als junger Mensch irrtümlich mal mochte, zum anderen wegen Schauspielern wie Tom Cruise, Paul Giamatti und Alec Baldwin, die sich hier ganz ungeniert zum Horst machen. Da sehe ich gerne zu.

17 filles (17 Mädchen): Das sieht ganz interessant aus: Basierend auf einem realen Fall, als 18 Schülerinnen fast gleichzeitig schwanger wurden, verlegt der Film die Handlung von Massachusetts in die Bretagne und erzählt eine einfühlsame Coming-of-Age-Geschichte.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Alpeis (Alpen): Der kryptische Trailer ist gewollt rätselhaft und hilft mal gar nicht weiter. Es geht in dem griechischen Film von Dogtooth-Regisseur Yorgos Lanthimos um eine Organisation, die eine besondere Dienstleistung anbietet: Hinterbliebene können Schauspieler buchen, die eine Weile lang einen Verstorbenen zu verkörpern, damit der Abschied leichter fällt. Surreal und wahrscheinlich anstrengend, vermutlich aber auch sehr interessant.

Muss nicht sein:
The Big Year (Ein Jahr vogelfrei!): Jack Black, Owen Wilson, Steve Martin: alle drei sympathische Kerle, die viel zu oft in schlechten statt in guten Komödien mitspielen. Die hier scheint halbwegs gelungen zu sein, kommt aber arg harmlos und betulich daher, wie ich finde. Es geht um drei sehr unterschiedliche Typen, die ein Jahr Auszeit nehmen, um Rekorde im Vogelbeobachten aufzustellen.

West is West: Fortsetzung der britischen Culture-Clash-Komödie East is East, in der es um eine pakistanischstämmige Familie in England geht. Nun wird der im UK geborenen Sohn in die fremde „Heimat“ Pakistan gebracht. Daniel Sander meint bei SpOn: „Der neue Regisseur Andy DeEmmony hat keinen Sinn für den zurückgenommenen Tonfall seines Vorgängers Damian O’Donnell und inszeniert das Ganze als brachiale Mischung aus Billig-Sitcom und TV-Movie. Es ist alles zu viel, und nichts wirkt echt.“

Jasmin: Deutsches 2-Personen-Kammerspiel mit zwei anerkannten Theaterschauspielerinnen im Gespräch: als Mutter, die ihr Kind getötet hat und als ihre psychiatrische Gutachterin. Hat, wenn man sowas mag, sicher seinen Reiz, aber auch seine Tücken: Jens Mayer schreibt bei Schnitt: „Leider wirken die Dialoge dabei oftmals artifiziell und steril, als seien sie für die Theaterbühne geschrieben.“

A few best Men (Die Trauzeugen): Mehr oder weniger geschmackvolle Hochzeits-Albernheiten à la Hangover in einer britisch-australischen Coproduktion. Definitiv verzichtbar.

Sonst noch:
Ha’dira (Die Wohnung): Doku von Arnon Goldfinger über das ungewöhnliche Verhältnis seiner jüdischen zu einer deutschen Familie, über das er auch in einem langen Artikel im Zeit-Magazin schreibt.

Ai Weiwei – Never Sorry: Schon wieder eine Künstlerdoku. Bei Ai Weiwei eigentlich nicht sonderlich notwendig, der sein Leben doch ohnehin recht umfassend mit den Medien teilt. Viel Unbekanntes dürfte da nicht zu ergründen sein.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 14.6.

  1. Welcome Back! Das Kino-Sommerloch existiert ja leider nicht mangels Masse, sondern wegen der großen Sportevent-Konkurrenz, derretwegen das deutsche Publikum auf Highlights wie „Brave“ und „Prometheus“ mal wieder etwas länger warten darf. :-(

    Glücklicherweise bleiben zumindest die Comic-Fans von diesen Verzögerungen verschont: der dunkle Ritter kommt nur eine Woche später und „Spider-Man“ startet sogar eine Woche eher als in den USA.

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