Media Monday #56

Es ist schon wieder Montag!

1. Christian Bale gefiel mir am besten in American Psycho von Mary Harron. Bateman war eine Paraderolle für ihn.

2. Richard Kelly hat mit Donnie Darko seine beste Regiearbeit abgelegt, weil die beiden Filme, die er danach gedreht hat, nach allem was ich so hörte, totaler Müll sind. Gesehen habe ich nur Donnie Darko – der ist zwar im Rückblick auch lange nicht so genial wie manche behaupten, aber doch ein ziemlicher gelungener Mindfuck-Film.

3. Uma Thurman gefiel mir am besten in Kill Bill von Quentin Tarantino. Ein einziger Uma-Showcase.

4. Die Verfilmung des Buches/der Bücher von Donna Leon finde ich immer wieder seltsam bizarr, wenn ich beim Zappen darauf stoße. In Venedig spielende Krimis mit italienischen Figuren, in denen aber alles, wirklich alles, so unfassbar deutsch wirkt, dass es fast schon wieder lustig ist. Aber nur fast.

5. Der schlechteste Sportfilm ist, das behaupte ich jetzt ungesehen, die US-Version von Fever Pitch von den Farelly-Brüdern, die tatsächlich die Dreistigkeit besitzt, ein Buch über die Faszination Fußball mal eben auf die Sportart Baseball umzudeuten. Dafuq?

6. Am Donnerstag startet “The Dark Knight Rises”. Definitiv Kinomaterial oder eher uninteressant?

Seit letzter Woche ist es leider nicht mehr möglich, hier eine unbeschwerte, vielleicht noch locker-lustige Antwort hinzuwerfen. Deshalb nur so viel: Ich schau ihn mir an.

7. Meine zuletzt gesehener Film ist Anvil! The Story of Anvil und der war ebenso bewegend wie deprimierend, weil die beiden Hauptprotagonisten Lipps und Robb wunderbar tragikomische Gestalten sind, die extrem bodenständig und sympathisch wirken. Anfangs lächelt man vielleicht noch über sie, über ihre Hybris und ihr verzweifelt-aussichtsloses Bemühen, im Heavy-Metal-Business nach Jahrzehnten des Misserfolgs noch einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Wenig später bewundert man sie für ihre Zähigkeit, für ihren unerschütterlichen Optimismus und ihren naiven Glauben an den Rock’n’Roll. Man leidet mit ihnen mit, wenn sie mal wieder auf die Fresse fallen. Und gönnt ihnen jeden noch so kleinen Erfolg von Herzen. Metal on Metal!

 

3 Gedanken zu „Media Monday #56

  1. 3: High-Five!
    4: Jetzt wo du es sagst! Ich habe glaube ich einmal einen Film dieser Reihe geschaut und was du schilderst trifft es im Rückblick auf den Punkt. Sehr obskur!
    6: Ja. Hatte ich im Kommentar auf Wulfs Seite auch so angedacht.

  2. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß ich weder Buch noch englische Verfilmung kenne, aber Fever Pitch hat für mich wirklich erstaunlich gut funktioniert. Es mag wirklich an dem Abstand liegen, denn daß da ein Hornby verwurstet wurde, war mir zum Zeitpunkt des ansehens nicht bewußt. Und irgendwie fand ich Drew Barrymore da echt knuffig. :)

  3. „Ungesehen“ sollte man generell nicht urteilen. Aber „Fever Pitch“ ist auch ohne Fußball ganz großes Tennis, weil der Zufall bei diesem Film über die Red Sox so ziemlich die beste Saison erwischt hat, die überhaupt denkbar war. Wenn das ein deutscher Fußball-Film gewesen wäre, hätte es mindestens um die erste Schalke-Meisterschaft seit anno Tobak gehen müssen. Und Hauptdarsteller Jimmy Fallon war auch ein Ereignis,
    So eine einfallsreiche Adaption finde ich fast immer spannender als ein Buchstabe-für-Buchstabe nachbeten … The Claim! Forbidden Planet!

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