Zwanzig Zwölf

Auch dieses Jahr wieder: Mein kleiner Jahresrückblick in Fragebogenform.

Anzahl Kinobesuche 2012: 31 (davon 8 Pressevorführungen). Immerhin wieder fünf mehr als im Vorjahr.

Die drei Filme des Jahres: Moonlight Kingdom von Wes Anderson, Drive von Nicolas Winding Refn und The Perks of Being a Wallflower von Stephen Chbosky. 

Den hätte ich gerne im Kino gesehen: Verpasst habe ich so einiges, z.B. Take Shelter, We Need To Talk About Kevin, The Cabin in the Woods, Premium Rush, Argo, 7 Psychopaths, Hugo, Cloud Atlas und Tinker, Tailor, Soldier, Spy.

Den hätte ich lieber nicht gesehen: Iron Sky – als Idee großartig, als Trailer toll, als 90-Minüter leider eine Riesenenttäuschung. Crowdsourcing funktioniert vielleicht finanziell, aber nicht beim Drehbuch.

Quälendste Filmminute: Irgendeiner der krassen Fights in The Raid.

Entzückendste Filmminute: Der Hulk haut Loki in The Avengers.

Freudigste Entdeckung: Dass 3D gelegentlich dann doch ganz tolle Dinge kann. Wie zum Beispiel die ziemlich coolen Drogensequenzen in Dredd 3D.

Abspann des Jahres: Die wunderschöne Credit-Sequenz von Wreck-it-Ralph, die einmal quer durch die Videospiel-Geschichte reitet (wobei das eigentlich ja ein Vorspann ist, der aber dem allgemeinen Vorspann-nach-hinten-packen-Trend zum Opfer fiel).

Leider hierzulande ziemlich untergegangen: So schöne Animationsfilme wie Paranorman und The Pirates! Band of Misfits laufen zwar bei uns nicht ganz schlecht, bekommen aber lange nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienten. 

Überraschend gut: Mission Impossible 4, von dem ich überhaupt nichts erwartet hatte und mich eher widerwillig ins Kino mitschleppen ließ, hat mich prächtig unterhalten (ja, der ist von 2011, meine Sichtung war aber im Januar 2012).

Völlig überflüssig: Die Dialektsynchros (Bairisch, Berlinerisch) von Ted.

Why the fucking Hype? Ziemlich beste Freunde, der in Deutschland tatsächlich der Blockbuster des Jahres wurde. Dass den wirklich alle sehen mussten und scheinbar auch alle toll fanden, spricht dafür, dass hier genau die richtigen Feelgood-Knöpfe gedrückt wurden. Konsenskino, okay. Aber mögen muss ich das nicht.

Aus dem Film bin ich gegangen: Immer noch aus keinem.

Aus dem Film hätte ich gehen sollen: The Dinosaur Project (Fantasy Filmfest). Das Schrottigste, was ich in diesem Jahr gesehen habe.

Hier hätte ich gerne mitgewirkt: Als Statist beim Fraktus-Konzert im Parkhaus in Hamburg. Oh-oh-oh oeeeeo!

Knutschen würde ich gerne mit: Sam aus The Perks of Being a Wallflower (gespielt von Emma Watson).

Schönster Filmsatz: „I can do more damage on my laptop sitting in my pajamas before my first cup of Earl Grey than you can do in a year in the field.“ (Q in Skyfall)

Liebste Filmkritik: Die eine Lieblingskritik habe ich dieses Jahr nicht, aber ich lese immer gerne die Texte von Daniel Sander bei SpOn, höre nach wie vor jede Woche Mark Kermode und mag auch die Kolumne Mr. Vincent Vega eckt an sehr.

Ich fürchte mich vor: 3096 Tage

Ich freue mich auf: Django Unchained (Tarantino!), The Great Gatsby (Baz Luhrmann!), The Master (Paul Thomas Anderson!), Pacific Rim (Guillermo Del Toro!). Und weil ich erst morgen reingehe: The Hobbit.

Die Fragebögen der Vorjahre: 20112010200920082007 und 2006.

 

6 Gedanken zu „Zwanzig Zwölf

  1. Keine Panik, ich werde nicht jeden Tag einen Kommentar verfassen ;-)

    „The Master“ habe ich im Herbst in Karlsruhe gesehen (70mm-Festival) und war bitter enttäuscht.

  2. Ha!
    Du bist der erste Mensch, der meine Abneigung für „Ziemlich beste Freunde“ (nur schon der Titel!!!) teilt (jedenfalls der ersten, von dem ich weiss).
    Dafür werde ich Deinen Blog in Zukunft verfolgen!

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