Zwanzig Dreizehn

Wie jedes Jahr: Mein kleiner Film- und Kino-Jahresrückblick in Fragebogenform.

Anzahl Kinobesuche 2013: 22. Minusrekord seit ich dieses Blog führe (auch, weil ich dieses Jahr so gar keine Lust aufs Fantasy Filmfest hatte)

Die drei Filme des Jahres: Gravity von Alfonso Cuarón, Inside Llewyn Davis von Joel und Ethan Coen, Django Unchained von Quentin Tarantino.

Den hätte ich gerne im Kino gesehen: Ich hab so viel verpasst, aus Zeit- und anderen Gründen. Aber das ist meine Schuld, die Verpassten hätte ich ja trotzdem sehen können. Schlimmer sind die Filme, die gar nicht erst ins Kino kommen. Zum Beispiel Mud von Jeff Nichols, von dem ich viel Gutes gehört habe, bei dem aber kein deutscher Kinostart in Sicht ist.

Den hätte ich lieber nicht gesehen: Richtig große Stinker habe ich nicht erwischt. Größte Enttäuschungen 2013 waren  Pixars Monsters University und Michel Gondrys Der Schaum der Tage.

Quälendste Filmminute: Deutlich länger als eine Minute, aber auf tolle Weise quälend: Die Dinnerszene in Django Unchained, in der sich ganz ganz langsam so einiges anstaut, das sich dann umso heftiger entlädt. Groß.

Entzückendste Filmminute: Justin Timberlake, Oscar Isaac und Adam Driver singen „Please Mr. Kennedy“ in Inside Llewyn Davis.

Freudigste Entdeckung: Celeste and Jesse Forever von Lee Toland Krieger ist jene Sorte von super-charmanter US-Indiekomödie, von der es vor einigen Jahren noch viel mehr gab als heute. Mein Geheimtipp des letzten Jahres. Holt euch die DVD.

Abspann des Jahres: Iron Man 3

Leider hierzulande ziemlich untergegangen: Wie üblich laufen Animationsfilme, wenn es keine 3D-Tricksereien aus den großen Studios sind, in deutschen Kinos entweder gar nicht oder nur in der Nachmittagsschiene (weil Zeichentrick muss ja für Kinder sein). Galt auch für den letzten Ghibli-Film Der Mohnblumenberg. Aber immerhin kam er ins Kino, im Gegensatz zu Ame und Yuki von Mamoru Hosoda.

Überraschend gut: Das Einspielergebnis von Django Unchained in Deutschland. Verblüfft mich immer noch.

Völlig überflüssig: Wiederaufführungen alter Filme, die nachträglich in 3D konvertiert wurden.

Why the fucking Hype? Okay, ich bin nicht die Zielgruppe des Hunger Games-Franchise. Aber die Reihe wird ja nicht nur vom Teeniepublikum gut gefunden. Ich habe Teil 1 in diesem Jahr auf DVD geguckt, war absolut unterwältigt und kann die Faszination dieser Story nicht so recht verstehen.

Aus dem Film bin ich gegangen: Wie immer: aus keinem.

Aus dem Film hätte ich gehen sollen: Elysium fängt ziemlich gut an, wird dann aber spätestens nach einer Stunde zu einem stinklangweiligen Action-Baller-Film, der überhaupt nichts interessantes mehr zu sagen hat.

Hier hätte ich gerne mitgewirkt: Ich glaube, das Team, das bei Joss Whedon zuhause Much Ado About Nothing gedreht hat, hatte eine Menge Spaß.

Knutschen würde ich gerne mit: Carmen alias Schneewittchen (Macarena García) in Blancanieves. 

Schönster Filmsatz: „What the fuck does WTF mean?“ (Simon Pegg als Gary King in The World’s End)

Liebste Filmkritik: Ich könnte hier wieder ein, zwei tolle Verrisse von Mark Kermode nennen (der hier zum Beispiel). Stattdessen weise ich auf einen anderen Podcast hin, der 2013 neu startete und  den ich sehr gerne und regelmäßig höre: Im Kontroversum quatschen Leute, die gerade an der richtigen Nahtstelle zwischen Fan und Fachmann stehen, über ihre zuletzt gesehenen Filme. Gutes Format, schön breites Spektrum, bitte weitermachen!

Ich fürchte mich vor: Noah von Darren Aronofsky.

Ich freue mich auf: Scorseses The Wolf of Wall Street, The Grand Budapest Hotel von Wes Anderson,  The Boxtrolls aus dem Hause Laika, und auf das Zusammentreffen der beiden X-Men-Timelines in Days of Future Past. Und ich glaube, auch auf The Lego Movie darf man sich freuen.

Die Fragebögen der Vorjahre: 201220112010200920082007 und 2006.
Wer Lust hat, darf diesen Fragebogen natürlich gerne selbst ausfüllen.

 

2 Gedanken zu „Zwanzig Dreizehn

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