Zwanzig Vierzehn

Wie jedes Jahr: Mein kleiner Film- und Kino-Jahresrückblick in Fragebogenform.

Anzahl Kinobesuche 2014: 17. Neuer Minusrekord. Allerdings dann nochmal 16 auf dem Filmfest München. Zusammen also 33 (davon zwei Pressevorführungen).

Die drei Filme des Jahres: Boyhood von Richard Linklater, Grand Budapest Hotel von Wes Anderson, Only Lovers Left Alive von Jim Jarmusch (Okay, letzterer startete am 25.12.2013).

Den hätte ich gerne im Kino gesehen: Ich habe wieder viel verpasst. Wenn man versucht, 3D-Vorstellungen und Synchronfassungen zu vermeiden, schränkt sich die Auswahl schnell ein und vieles schafft man dann einfach nicht. Verpasst habe ich z.B. Gone Girl, Interstellar, Maps to the Stars, Locke (No Turning Back) und Enemy, obwohl ich die alle sehen wollte.

Den hätte ich lieber nicht gesehen:  Dessau Dancers von Jan Martin Scharf. Breakdance in der DDR, schönes Thema, aber sehr uninspiriert, hölzern und altbacken erzählt. Lief beim Filmfest München und kommt im April 2015 noch regulär ins Kino.

Quälendste Filmminute: Die gab es in Under the Skin, war aber nicht nur quälend, sondern auch großartig und bleibt im Gedächtnis. Mehr will ich da gar nicht schreiben, muss man selber sehen.

Entzückendste Filmminute: Der viel zu kurze Auftritt von Quicksilver in X-Men: Days of Future Past. Großartige Szene.

Freudigste Entdeckung: Vivir es facil con los ojos cerrados von David Trueba (übrigens ein guter Freund von Pep Guardiola, wie ich diesem Buch entnehmen durfte). Kaum ein Film hat mir in diesem Jahr mehr gute Laune bereitet wie dieser schöne spanische Feelgood-Film, der beim Filmfest München lief (hier habe ich etwas mehr dazu geschrieben).

Abspann des Jahres: The Boxtrolls, mit feinem Dialog von Simon Pegg und Richard Ayoade und einem kleinen Making-Of-Einblick in das faszinierende Handwerk der Stop Motion:

Leider hierzulande ziemlich untergegangen: When Animals Dream von Jonas Alexander Arnby (gesehen beim Filmfest München), sehr schöne dänische Variation des Werwolf-Themas. Mehr Coming of Age als Horror, atmosphärisch ein wenig in die Richtung von Let the Right One In (So finster die Nacht).

Überraschend gut: Mit sehr niedrigen Erwartungen ging ich in X-Men: Days of Future Past. Der ist zwar kein Meisterwerk geworden, aber ein durchaus überdurchschnittlich gut guckbarer Popcornfilm mit einem Hammer-Cast und einigen starken Szenen (siehe oben). Dafür, dass das bereits der fünfte Teil eines Franchise ist, keine schlechte Leistung.

Völlig überflüssig: Die Wiederkehr des Sandalen- und/oder Bibelfilms, jetzt halt in 3D und mit CGI-Materialschlacht.

Why the fucking Hype? Sony, Nordkorea und der ganze Trubel um The Interview.

Aus dem Film bin ich gegangen: Wie immer: aus keinem.

Aus dem Film hätte ich gehen sollen: Godzilla von Gareth Edwards. Der Vorspann war wirklich prima, der Rest dann nicht mehr.

Hier hätte ich gerne mitgewirkt: Bei The Grand Budapest Hotel, gedreht größtenteils in Görlitz. Mir hätt’s auch schon gereicht, mit Bill Murray eine Thüringer Bratwurst mit „serious mustard“ zu essen:

Knutschen würde ich gerne mit: Wyldstyle aus dem Lego Movie.

Schönster Filmsatz: „Fugazi, Fugazi. It’s a wazy. It’s a woozie. It’s fairy dust.“ (Matthew McConaughey in The Wolf of Wall Street)

Liebste Filmkritik: Berni Mayer über Guardians of the Galaxy: „Er hat Soul. Und wie.“ Kurz, knackig, auf den Punkt.

Ich fürchte mich vor: Star Wars: Episode VII – The Force Awakens von J.J. Abrams (geguckt wird das natürlich trotzdem).

Ich freue mich auf: Inherent Vice von Paul Thomas Anderson, Birdman von Alejandro González Iñárritu, Avengers: Age of Ultron von Joss Whedon, Inside Out von Pete Docter, Tomorrowland von Brad Bird, Crimson Peak von Guillermo del Toro.


Die Fragebögen der Vorjahre: 2013, 201220112010200920082007 und 2006.
Wer Lust hat, darf diesen Fragebogen natürlich gerne selbst ausfüllen.

 

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