Zwanzig Fünfzehn

Auch für 2015: Mein kleiner Film- und Kino-Jahresrückblick in Fragebogenform.

Anzahl Kinobesuche 2015: Nur noch 21, davon acht auf dem Filmfest München und eine Pressevorführung. Es fällt mir zusehends schwerer, mich zu einem Kinobesuch zu motivieren und dabei Begleiterscheinungen wie lange Anfahrt, unpassende Spielzeiten, zu viel Werbung, teure Eintrittspreise u.ä. in Kauf zu nehmen.

Die drei Filme des Jahres: Inside Out von Pete Docter, Ex Machina von Alex Garland, Song of the Sea von Tomm Moore.

Den hätte ich gerne im Kino gesehen: Ich habe einiges verpasst, was ich eigentlich sehen wollte. Am meisten stinkt mir das im Fall von Sicario und Mad Max – Fury Road

Den hätte ich lieber nicht gesehen:  Boy 7 von Özgür Yıldırım. Grausamer Versuch, im deutschen Kino jetzt auch mal ein bisschen Hunger Games zu spielen. Passable Schauspieler und brauchbarer Look, aber in Sachen Glaubwürdigkeit sehr schlimm. Mehrfaches Winden im Kinosessel.

Quälendste Filmminute: Wahrscheinlich irgendwas in Tokyo Tribe von Sion Sono. Ein irrer Film, den ich in einer zu heißen Sommernacht, in leicht delirösem (weil übermüdeten) Zustand sah, weshalb er auf mich noch surrealer wirkte als er ohnehin war.  War schon okay so.

Entzückendste Filmminute: Die meisten davon gab es sicher in Shaun the Sheep und in Song of the Sea.

Freudigste Entdeckung: Der Bunker von Nikias Chryssos. Da steckt einiges von Wenzel Storch und Helge Schneider drin, ist aber insgesamt ernst- und rätselhafter und dennoch ein großes Vergnügen. Mochte ich sehr.

Abspann des Jahres: Die End Credits von Big Hero Six waren sehr hübsch:

Leider hierzulande ziemlich untergegangen: Wie üblich ein Ghibli-Film, Erinnerungen an Marnie, der wie üblich nur im Nachmittagsprogramm, und dort auch nur sehr kurz, zu sehen war.

Überraschend gut: Hätte ich ihn schon gesehen, würde ich hier vielleicht Star Wars – The Force Awakens schreiben. Ansonsten blieb eigentlich alles im Rahmen meiner Erwartungen.

Völlig überflüssig: Jurassic World, Terminator Genisys und andere aufgewärmte Franchises.

Why the fucking Hype? Minions, überall Minions.

Aus dem Film bin ich gegangen: Wie immer: aus keinem.

Aus dem Film hätte ich gehen sollen: Boy 7, siehe oben.

Hier hätte ich gerne mitgewirkt: Bei der langsamsten Verfolgungsjagd der Welt, mit Josef Hader und Tobias Moretti durch Graz in Das Ewige Leben.

Knutschen würde ich gerne mit: Nicole, der Kinoangestellten in Whiplash, eine sehr süße Rolle, die vom Drehbuch leider arg schnell und rüde entsorgt wurde. Gespielt von Melissa Benoist, die jetzt als Supergirl fliegt.

Schönster Filmsatz: „not quite my tempo.“ 

Liebste Filmkritik: Ich habe das Gefühl, ich lese und höre seit Jahren die gleichen Kritiker – kann jemand ein paar interessante neue, junge Stimmen empfehlen?

Ich fürchte mich vor: Batman v Superman: Dawn of Justice

Ich freue mich auf: The Hateful Eight, The Hateful Eight, The Hateful Eight. Und den neuen Coen-Film.

Die Fragebögen der Vorjahre: 20142013, 201220112010200920082007 und 2006.
Wer Lust hat, darf diesen Fragebogen natürlich gerne selbst ausfüllen.

 

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