#12von12 im April: All work and no play makes #12von12 a dull thing

Mein dritter #12von12-Selbstversuch. Diesmal an einem sehr durchschnittlichen Tag mit viel Zeit im Büro und auch danach vorwiegend vor Bildschirmen oder Gedrucktem. Das Ergebnis ist, dass ich mit Mühe gerade so auf zwölf Bilder kam, die auch nicht wahnsinnig originell oder gar schön ausgefallen sind. Aber es geht bei #12von12 ja durchaus um Alltagsdokumentation, passt also.

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Spülmaschineausräumen war wirklich meine allerste Aktivität nach dem Aufstehen. Passiert relativ häufig und ist nicht das Schlechteste, um ohne viel Nachdenken zu müssen so langsam in Schwung zu kommen.

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Ich bin Frühstücker und gehe ungern ohne aus dem Haus. Mindestens genau so wichtig wie Kaffee und Brot ist dabei die Tageszeitung. Gerne old school auf Papier. Ich bin Stammleser der SZ seit Ende der Neunziger, da entwickelt man gewisse Leserituale. Meins geht so, dass ich mich morgens in etwa einer Viertelstunde durch die Zeitung fräse und mir einen Überblick verschaffe. Da werden Schlagzeilen gescannt, diverse Infos kurz zur Kenntnis genommen, kleinere Artikel gelesen, manche Texte überflogen. Übrig bleibt ein Stapel fürs Altpapier und einer mit denjenigen Seiten, auf denen die (meist längeren) Texte stehen, die ich später noch lesen will.

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Auf dem Arbeitsweg höre ich meistens Podcasts, heute die aktuelle Folge Kermode & Mayo’s Film Review. Diese wöchentliche BBC-Radiosendung ist vermutlich der Podcast, den ich am längsten und treuesten höre, seit etwa 2008, glaube ich. Hat für mich genau die richtige Mischung aus Fachwissen und Unterhaltung (aka „wittertainment“) und lebt nicht zuletzt von vielen running gags und der wunderbaren Chemie zwischen den beiden Gastgebern, dem Filmkritiker Mark Kermode und Radiomoderator Simon Mayo.

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Für meinen Arbeitsweg kann ich, je nach Wetter und Umständen, verschiedene Verkehrsmittel kombinieren. Heute Fahrrad und S-Bahn. Am Bahnhof gibt es, wie überall in München, viel zu wenige Fahrradständer. Im Hintergrund zu sehen ist einer der Münchner Krautgärten, wo man für wenig Geld ein kleines Stück Acker bestellen kann. Der Platz wird sinnvollerweise wohl früher oder später mit Wohnungen bebaut werden, aber bis es soweit ist, ist so ein Gemüsegarten für Städter eine super Zwischennutzung.

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Mit Fotos vom Arbeitsplatz bin ich hier sparsam, aber eines gibt’s trotzdem. Hier die vollständige Betreffzeile dieser Mail: „AW: Antwort: AW: Antwort: AW: Antwort: AW: Antwort: AW: Antwort: [Hinweis: Nachricht kann potenziell bedrohlichen Inhalt enthalten.] AW: Antwort: AW: Antwort: AW: Antwort: AW: Antwort: AW: Antwort: AW: Ursprünglicher Betreff“. Kannmansichnichtausdenken.

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Nach Feierabend mit der S-Bahn zurück zum geparkten Fahrrad, damit weiter zu einem Frisörtermin. Man kredenzt mir aufmerksam ein Glas Wasser und den aktuellen Focus. Das Wasser nehme ich gerne.

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Zuhause gibt es dann erst mal den zweiten Teil der Zeitungslektüre.

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Dann kommt das, was bei mir „Brotzeit“, bei meiner Frau „Veschper“ und anderswo Abendessen heißt. Der Laugenzopf kommt von Ihle, das Brot aus meinem eigenen Ofen (nach diesem Rezept).

Habe eine Laudatio zu schreiben. #12von12

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Anschließend an den PC, um die erste von drei Laudationes zu schreiben. Am Wochenende hat die Jury des ICOM Independent Comicpreises, der ich angehöre, die Preisträger für 2016 gekürt, und bis zur Verleihung beim Comic-Salon Erlangen muss zu jedem ein kleiner Text verfasst werden, der diese Wahl begründet und der dort verlesen wird.

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Mein Feedreader, ein Fass ohne Boden. Seit dem Ende des Google Reader lese ich meine RSS-Feeds mit Feedbin, bezahle dafür jeden Monat 2 Dollar und bin überaus zufrieden damit.

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Das heutige Blatt im Anagrammkalender, einem schönen, per Crowdfunding finanzierten Projekt für Sprach- und Wortfreunde. Gesucht wird heute ein berühmter Sportler.

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Zum Tagesausklang die neue Folge Neo Magazin Royale. Ich mag die Sendung schon lange und gerne und erwartete für diese Ausgabe nicht sehr viel, weil Böhmermann und sein Team nach all dem Buhei um das Schmähgedicht und der mehrwöchigen Pause diesmal unter Sonderbeobachtung und damit unter einem gewissen Druck standen. Haben sie aber sehr gut gemeistert.

 

Ein Gedanke zu „#12von12 im April: All work and no play makes #12von12 a dull thing

  1. Also ich fand die Ausgabe von Neomagazin Royal genial. Besonders den Teil vom #Verafake. Ich hasse diese Sendungen auf RTL und Co. ja eh und da lief es runter wie Öl :)

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