Linkomat: Gesammeltes Zeug zu Stadt und Verkehr

Empfehlenswerte Links aus meinem Internet:

Grant. Oder: Keine Stadt, nirgends
Der vielfach geteilte und diskutierte München-Rant von Max Scharnigg muss hier nochmal rein. Ich mag an dem Text zum einen, dass er sehr eloquent geschrieben ist, zum anderen zeigt er wirklich einige valide Punkte auf. München ist meistens sehr lebenswert, aber das heißt nicht, dass die Stadt und ihre Bewohner sich immer nur selbstzufrieden zurücklehnen und auf alles stolz sein müssen. Es gibt vieles, was besser ginge, vor allem in Sachen Urbanität. Ebenfalls lesenswert: die Replik von Marc Baumann beim SZ-Magazin.

Radlprovinzstadt München – Süddeutsche.de
Das führt direkt zum nächsten Punkt: München wird immer voller, und das merkt man jeden Tag im Verkehr, egal wie man unterwegs ist. Verkehrsthemen haben für mich inzwischen den Fußball als Nr-1-Smalltalk-Thema abgelöst. Darüber kann man mit jedem sprechen, egal wie gut man sich kennt, jeder hat eine Meinung dazu, und manchmal sind die Gespräche sogar interessant und ergiebig. Der verlinkte Text von Alex Rühle enthält keine echten Neuigkeiten, fasst aber schön zusammen, warum Radfahren in München nur eingeschränkt Spaß macht und die Stadt sehr weit weg von der Eigenmarketing-Bezeichnung „Radlhauptstadt“ entfernt ist.

Zu enge Garagen – Platzangst im Parkhaus – Süddeutsche.de
Noch ein SZ-Artikel, aber einer, über den ich mich geärgert habe. Susanne Höll stellt fest, dass Autos immer fetter und breiter werden und wünscht sich mehr Platz im Parkhaus. Als ob dann alles prima wäre. Dabei ist das Hauptproblem doch eher der Platzverbrauch dieser Karrossen, wenn sie nicht in einer Garage stehen, sondern auf der Straße oder parkend am Straßenrand. Fahrt mal durch eine der Gartenstadtsiedlungen an den Rändern Münchens – große Häuser mit kleinen Garagen, und vor jedem stehen die dicken Zweit- und Drittwagen, parken kostenfrei den öffentlichen Raum zu und sorgen für lustiges Slalomfahren für alle, die da durch wollen. Für mich ist das Fahren eines SUVs das Straßenpendant zum Manspreading im ÖPNV.

Parkageddon: How not to create traffic jams, pollution and urban sprawl | The Economist
Passend dazu: Dringende Leseempfehlung für diesen starken Text, der bewusst macht, dass das größte Problem vielleicht nicht die fahrenden, sondern die herumstehenden Autos sind. Essenz: Parken, vor allem Anwohnerparken, ist viel zu billig.

 

 

 

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