angemerkt

Die miesesten deutschen Verleihtitel 2010

Alberne, unpassende und krampfige deutsche Filmtitel sind ein unausrottbares Übel der hiesigen Filmlandschaft. Das Phänomen exisitiert schon seit Jahrzehnten und ist vielleicht sogar etwas weniger schlimm geworden, seit man im Zweifelsfall gerne mal den englischen Titel einfach stehen lässt. Trotzdem gibt es immer noch genügend Beispiele für dumme deutsche Titel. Ich habe im vergangenen Jahr mal ein bisschen mitgesammelt. Hier meine Top Ten:

10. Der Kautions-Cop (The Bounty Hunter)

Abteilung bescheuerte Wort-Neuschöpfungen. “Kautions-Cop” ist ein genauso vielsagendes oder nichtssagendes, passendes oder unpassendes Wort wie die direkte Übersetzung “Kopfgeldjäger”. Und die deutsche Sprache ist wieder um einen Blödsinnsbegriff reicher.

9. Männertrip (Get Him to the Greek)

Kein leicht zu übersetzender Titel, klar. Man könnte ja versuchen, an den Film anzuknüpfen, aus dem Get Him to the Greek geboren wurde: Forgetting Sarah Marshall. Aber halt, der hieß bei uns Nie wieder Sex mit der Ex. Der Beweis dafür, dass eine Katastrophe immer gleich die nächste gebiert.

8. Verrückt nach Dir (Going the Distance)

Im Original steckt sehr schön die Tatsache drin, dass es hier um eine Fernbeziehung geht. Der deutsche Titel könnte auf jeder, wirklich jeder beliebigen Rom-Com draufstehen, ist lieblos, fantasielos und furchtbar langweilig.

7. Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft (Anvil! The Story of Anvil)

Okay, das klingt auf den ersten Blick nicht wirklich schlimm. Aber auch hier gilt: “Die Geschichte einer Freundschaft” klingt viel zu beliebig. Könnte auch ein Film über eine alte Dame und ihren Rauhhaardackel sein, oder eine Doku über Wladimir Putin und Michail Chodorkowskij.

6. Beilight – Biss zum Abendbrot (Vampires Suck)

Es gibt Leute, die sagen, der deutsche Titel sei an dem Film noch das Witzigste. Mag sein. Trotzdem ist der deutsche Kalauer so naheliegend und flach, dass er vermutlich schon auf jeder Studentenparty und in jeder Gagautoren-Konferenz des Landes gebracht wurde. Und zwar mindestens ein Jahr vor dem Filmstart.

5. Die etwas anderen Cops (The Other Guys)

“Die etwas anderen Cops”. Kann man machen. Klingt nicht scheiße. Versenkt aber leider den Witz des Originaltitels komplett. Um den zu verstehen, muss man noch nichtmal den Film sehen, es reichen schon die ersten Sekunden des Trailers: “In the toughtest city of the world nobody fights crime like these guys [nämlich The Rock und Samuel L. Jackson] … And then, there’s the other guys.” Die eben nicht “etwas anders”, also irgendwie besonders oder speziell sind, sondern langweilige Sesselfurzer.

4. Hot Tub – Der Whirlpool … ist ‘ne verdammte Zeitmaschine! (Hot Tub Time Machine)

Dem könnte man zugute halten, dass es hier ja um eine Zeitreise in die 80er Jahre geht, und der deutsche Titel tatsächlich nach jenen unseligen Zeiten klingt, in denen solche Filmnamen an der Tagesordnung waren. Trotzdem: Das ist ein beschissen blöder Titel! Und dann auch noch die Verzögerungspünktchen. Was soll das?

3. Lügen macht erfinderisch (The Invention of Lying)

Fail, fail, fail. Hallo, es geht darum, dass einer das Lügen erfindet! Nicht, dass er durchs Lügen erfinderisch wird. Andersrum wird ein Schuh draus! Setzen, Sechs.

2. Rapunzel – Neu verföhnt (Tangled)

Verföhnt – verfilmt – Haare – hihi, Riesen-Wortspiel, nicht wahr? Nein, nicht wahr. War lange mein Kandidat für die Nummer 1, aber dann kam kurz vor Jahresschluss noch diese hübsche Pretiose:

1. Immer Drama um Tamara (Tamara Drewe)

Das ist auf so vielen Ebenen falsch. Es widerspricht der Filmhandlung, klingt unpassenderweise nach Klamotte, und dann reimt es sich noch nicht einmal! Mein Kopf will gar nicht mehr aufhören mit Schütteln …

Runners-Up:
Despicable Me (Ich – Einfach unverbesserlich)
Auftrag Rache (Edge of Darkness)
Eine zauberhafte Nanny – Knall auf Fall in ein neues Abenteuer (Nanny McPhee and the Big Bang)

Weitere Vorschläge? Verteidigungsreden? Ideen für Alternativen? Immer her damit, die Kommentarsektion ist geöffnet.
(Die Bilder kommen übrigens alle von der wunderbaren Site movieposterdb.com)

Kinocharts 2010

Filmemacher Wolfgang Büld sagte kürzlich folgendes:

Tragisch und für mich unerklärlich ist, dass der deutsche Kinozuschauer einen sehr homogenen Geschmack zu haben scheint: Außer Familie, Fantasy und Komödie läuft gar nichts, dazu müssen Hits alle ab 12 sein, ab 16 wird’s kritisch und ab 18 läuft gar nichts mehr! Das ist in keinem anderen Land (das ich kenne) so. In den USA können Genrefilme wie Zombieland, Paranormal Activity oder The Last Exorcism am ersten Wochenende ihre Herstellungskosten einspielen, bei uns landen sie unter ferner liefen. Dass Resident Evil z.Z. so erfolgreich ist, liegt am 3D Boom. Hätte 3D auf dem Plakat gestanden, wären bestimmt auch Millionen in Jud Süß und Henri IV gerannt. Beim TV sieht es nicht anders aus, hochgelobte und brillante Serien aus USA und UK wie Life on Mars, Sopranos und Dexter floppen bei uns, andere kommen gar nicht erst ins Programm wie The Wire und The Shield.

Nochmal zum Mitschreiben: “Außer Familie, Fantasy und Komödie läuft gar nichts, dazu müssen Hits alle ab 12 sein, ab 16 wird’s kritisch und ab 18 läuft gar nichts mehr!” Wie Recht Büld damit hat, zeigt ein Blick auf die Top Ten der bestbesuchten Filme in deutschen Kinos 2010 (von InsideKino):

# Film Familie Fantasy Komödie FSK 3D
1 Harry Potter 7a X X - 12 -
2 Eclipse – Biss zum Abendrot - X - 12 -
3 Inception - ? - 12 -
4 Alice im Wunderland X X - 12 X
5 Sex and the City 2 _ _ X 12 -
6 Ich – einfach unverbesserlich X X X 0 X
7 Für immer Shrek X X X 6 X
8 Rapunzel – Neu verföhnt X X X 0 X
9 Kindsköpfe - - X _ -
10 Sherlock Holmes - - - 12 -

Besonders die Plätze 6 bis 8 zeigen, wie das Erfolgsrezept aussieht. Tröstlich stimmen mich die Ausreißer Sherlock Holmes und vor allem Inception, der weder ein Sequel ist noch auf ein etabliertes Franchise aufbaut, sondern als kreative Eigenleistung gelten darf. Das gilt auch für Kindsköpfe von und mit Adam Sandler und seinen Freunden, für mich die größte Überraschung in diesen Charts (allerdings auch keine positive). Wie dieser Film auf mehr als 2 Millionen Zuschauer kommen konnte, ist eigentlich nur durch die schwache Konkurrenz im Startmonat August erklärbar.

Die zehn Gebote für Kinogänger

In ihrer wöchentlichen Kinosendung auf BBC 5 live (gibt’s auch als Podcast — dringende Empfehlung!) haben Mark Kermode und Simon Mayo in den letzten Wochen ihre Zuhörer aufgefordert, einen “Code of Conduct” für Kinogänger aufzustellen und all die Dinge zu sammeln, mit denen Kinobesucher ihren Mitmenschen auf die Nerven gehen. Am Ende stand eine Sammlung von (absichtlich sehr streng formulierten) Verhaltensregeln, an die sich jeder Kinogänger halten sollte.

Hier gibt es den Original Code of Conduct als JPG zum Runterladen und Ausdrucken. Peter Noster hat drüben bei Mostly Movies den Ausschnitt aus der Sendung, in dem Kermode & Mayo die Gebote (oder besser: Verbote) vorstellen, als Video.

Und weil das Anliegen überaus wichtig ist und sich weiß Gott nicht nur auf den englischen Sprachraum beschränken sollte, war ich so frei und habe eine deutsche Übersetzung angefertigt. Hier sind

DIE ZEHN GEBOTE FÜR KINOGÄNGER

Du sollst nicht essen …
… jedenfalls nichts, was Geräusche macht. Niemand will dich knuspern, kauen oder mampfen hören. Nachos sind extra-ärgerlich und des Teufels.

Du sollst nicht schlürfen …
… wenn dein Colabecher fast leer ist. Du hast schon 5 Liter getrunken, da brauchst du das geschmolzene Eis nicht auch noch. Du bist nicht sechs Jahre alt.

Du sollst nicht rascheln …
… weder mit Chipstüten noch mit ähnlich lauten Verpackungen, Taschen oder Rucksäcken. Keine Nahrungssuche während der Vorstellung. Wenn du während des Films etwas brauchst, leg’s dir vorher raus.

Du sollst auf deine Kinder acht geben
Dein Fünfjähriges möchte nicht den neuesten Film ab 12 sehen: Du missbrauchst das Kino als Babysitter. Wenn dein Kind jammert und weint, ist es dein Fehler und ein Ärgernis für alle anderen. Du kannst nicht mehr durchschlafen, weil dein Kind Albträume hat? Selber schuld.

Du sollst keinen Hobbies nachgehen …
… einschließlich Stricken, Drogenhandel, Modellflugzeugbau, Streiten, Geschlechtsverkehr und Facebook-Updates.

Du sollst nicht reden
Du bist in einem Kino – du bist zum Schauen hier, nicht zum Diskutieren. Oder zum “Mitmachen”, “Sich einbringen” oder zum “Erklären”. Vor allem hat niemand 9 Euro Eintritt bezahlt, um deinen Audiokommentar zum Film zu hören. Setz dich hin und mach den Mund zu.

Du sollst dein Handy nicht benutzen
Gar nicht. Auch nicht im Flugzeugmodus. Das hier ist kein Flugzeug, sondern ein Kino. Auch wenn du nicht telefonierst, betreibst du immer noch Lichtverschmutzung. Schalt’s einfach aus. PS: Gilt auch für Blackberrys, Palm Pilots, iPads undsoweiter.

Du sollst den Vordersitz nicht treten
Die Zone direkt vor deinem Sitz gehört dir und ist dazu da, die Füße draufzustellen. Die Rückseite des Sitzes vor dir gehört jemand anderem. Dessen Bereich soll nicht von deinen Knien, Beinen oder anderen Körperteilen vereinnahmt werden.

Du sollst nicht zu spät kommen
So wie Woody Allen in Der Stadtneurotiker sollst du Filme ganz von Anfang bis ganz zum Schluss ansehen. Falls du doch zu spät kommst: Schau dir was anderes an.

Du sollst nicht die Schuhe ausziehen
Du bist hier nicht in deinem Wohnzimmer. Und auch nicht in Japan (falls doch: na gut). Ein Kino ist ein öffentlicher Ort: Behalte deine Körpergerüche für dich.

Gestern beim Nachhausekommen

Ich hole die neue 11 Freunde-Ausgabe aus dem Briefkasten. Weil ein Kalender beiliegt, ist das Heft in eine Tüte verpackt, vom Cover ist nur das obere Drittel zu sehen. Hinter dem Kalender lugt Günter Netzers Kopf hervor. Sagt die Abspannsitzenbleiberin zu mir: “Oooch, schon wieder der Netzer. War der wirklich so gut?”
Ich ziehe das Heft aus der Verpackung, lese die Schlagzeile. Anschließend großes Gelächter.

 

(Bitte mit der Maus übers Bild fahren)

Frankfurter Allgemeine Selbstkontrolle

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat sich in ihrer aktuellen Ausgabe die Arbeit der FSK angesehen, die Selbstkontroll-Instanz der Filmwirtschaft, die seit 61 Jahren für die Altersfreigaben von Filmen zuständig ist. Offenbar hat ein Teil der Redaktion vor kurzem einen Film mit der Freigabe “ab 12″ gesehen und ist erschrocken, weil er die Freigabe für unangemessen hält. Daraus strickte man nun einen extrem tendenziösen Themenschwerpunkt (Aufmacher auf Seite 1 plus 3 Seiten im Innenteil), der in der reißerischen Überschrift “Das FSK-12-Siegel ist jugendgefährdend” gipfelt.

Im Hauptartikel “FSK 12 – Nichts für Kinder” behauptet Autorin Florentine Fritzen:

Wer heute in Deutschland einen Film auf den Markt bringt, für den er sich eine Altersfreigabe von zwölf Jahren an, das grüne Zeichen “FSK 12″, erhofft, beantragt eine Freigabe ab sechs, um genau das zu bekommen, was er haben wollte.

Einen Beleg oder eine Quelle für diese These bleibt sie schuldig, stattdessen schreibt sie:

Die unzähligen brutalen oder obszönen Szenen und Sprüche, die sich in den FSK-12-Filmen finden, sind allerdings auch für Jugendliche ab 14 ungeeignet und schädlich – weil sie überwältigen, ängstigen, schockieren, verletzen.

Sagt wer? Hat wer untersucht? Wurde an welcher Stelle belegt?

Wenn Fritzen die FSK-Chefin Christiane von Wahlert mit dem Satz zitiert, Kinder und Jugendliche seien heute in ihrer Entwicklung weiter und könnten daher mehr sehen und einordnen als früher, wird dieses Argument abgebügelt mit dem Satz

Kein Wunder, gibt doch ihre Organisation diese Filme frei.

Argumente der FSK zählen also grundätzlich nicht. Immerhin lässt Frau Fritzen in ihrem Text auch die Prüfer zu Wort kommen, berichtet von der schwierigen Einstufung und den nicht sehr glücklichen Alterssprüngen (0 – 6 – 12 – 16 – 18) und erwähnt auch, dass die FSK-Einstufungen keine pädagogischen Altersempfehlungen sind. Einen wesentlich groberen Keil schlägt dagegen ihr Kollege Volker Zastrow. In seinem Text berichtet er

… von unserer Expedition in die Abgründe des Jugendschutzes, von all den miesen, fiesen, grauenhaften Filmszenen, der Fäkal- und Gossensprache, die unsere Freiwilligen Selbstkontrolleure Kindern und Jugendlichen zumuten.

und versteht auch was von Erotik:

Erotik zurückhaltend und feinfühlig, wie etwa in dem Film „Die Geisha“, darzustellen: So etwas beherrschen Regisseure offenbar durchweg nicht mehr, sie können nur Rammelsex.

Eine erstaunliche Wortwahl, die man sonst eher aus Zeitungen mit deutlich größeren Buchstaben kennt.

Um die selbst aufgestellten Behauptungen zu belegen, hat sich die FAS-Redaktion 100 Filme mit FSK12-Freigabe ausgesucht und 46 davon auf eine “rote Liste” gestellt: “Diese Filme sind nichts für Zwölfjährige”. Das mag bei vielen dieser Filme sogar stimmen, aber es gibt zwei Punkte, die mich bei dieser Vorgehensweise massiv stören:

  1. Wider besseres Wissen tut die Redaktion so, als seien FSK-Freigaben echte Altersempfehlungen, als würde die FSK jeden Film, den sie “ab 12″ freigibt, gleichzeitig jedem Zwölfjährigen ans Herz legen, oder als seien alle Filme ab 12 extra für Zwölfjährige gemacht.
  2. Fast schon genüsslich werden bei den 46 Filmen, die laut FAS falsch eingestuft sind, Gewalt- und Sexszenen referiert, völlig unabhängig vom Kontext. Dabei ist genau das die Aufgabe der FSK: Einen Film als Ganzes beurteilen, nicht einzelne Szenen. Eine Altersfreigabe erstellt man eben nicht mal schnell dadurch, dass man Schüsse, Leichen oder Schimpfworte zählt. Es macht einen Unterschied, wer wann mit welcher Motivation und mit welchen Folgen in einem Film handelt. Die FAS dagegen interessiert das nicht, sie zählt einfach auf, reißt Szenen aus dem Kontext, so dass die Beschreibung von z.B. Sex and the City tatsächlich alles andere als jugendfrei klingt:

    Sexszenen mit Großaufnahme vom Kopf der Hauptdarstellerin, Stöhnen, einer Männerhand an Brust und Vagina einer Frau, die mit Sushi bedeckt auf ihren Liebhaber wartet. Zahlreiche Gespräche über Sex.

Interessantes Detail am Rande: In dem 12-köpfigen Gremium der FAS, das diese Urteile gefällt hat, befindet sich nicht ein einziger Filmkritiker. Hätten die das Ergebnis vielleicht in eine unerwünschte Richtung verändert?

Das Ärgerliche an dieser Herangehensweise ist nicht, dass hier die Institution FSK und ihre Einstufungspraxis in Frage gestellt wird – denn diese ist durchaus diskussionswürdig (ebenso wie das Vorgehen der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien – ich empfehle dazu die Telepolis-Serie von Hans Schmid). Die FAS hätte hier die Chance gehabt, Eltern und anderen Erziehungsberechtigten klar zu machen, dass ein FSK-Siegel keine Altersempfehlung darstellt und dass sie, wenn sie die Eignung eines Filmes für ihre Kinder prüfen wollen, auch andere Quellen einbeziehen müssen. Stattdessen versteckt man diesen sinnvollen Kern hinter der grob vereinfachenden Zuspitzung, dass fast alle FSK-12-Filme ganz schlimmen Schweinkram, Blut und Gewalt enthalten. So entfacht man keine sachliche Debatte, sondern betreibt stumpfes Agendasetting. Leider auch noch eines, das funktioniert. Und damit meine ich nicht die üblichen Kommentar-Schreiber, die unter den FAS-Artikeln fröhlich “Schund” schreien und Zensurmaßnahmen fordern. Nein, schon am folgenden Tag konnte die Werktags-FAZ stolz eine Reihe von Politikern zitieren, die dankbar auf das Thema aufsprangen (vermutlich, ohne auch nur einen einzigen der 100 Filme gesehen zu haben) und schärfere, strengere FSK-Regeln forderten.

Wir sind mittendrin im konservativen Backlash, der gerne wieder zurück in übersichtliche Biedermeierzeiten möchte und gerade recht gut in Schwung zu sein scheint (siehe auch das Buch von Freifrau zu Guttenberg).

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Ein Blogbeitrag von mir zu einem ähnlichen Thema: Keinohrhasen und die FSK

Bei der Geburt getrennt? (7)

 

Die deutschen DVD-Cover von Lucky Number Slevin und Lange Beine, kurze Lügen (und ein Fünkchen Wahrheit … ), der im Original Assassination Of A High School President heißt.

Die fantastische Vier

Alle Jahre wieder missbrauche ich mein Blog für eine kleine Werbeeinblendung. Nämlich immer dann, wenn wieder ein Comicgate-Magazin fertig geworden ist. Zum vierten Mal (immer eins pro Jahr) erscheint nun schon dieses formschöne Büchlein im A5-Format, zum vierten Mal gibt es einen Mix aus redaktionellen Artikeln über Comics (z.B. Interviews mit Jamiri und Chuck Rozanski, ein Stück über das Phänomen Minicomics oder ein Überblick über 70 Jahre Marvel Comics) und eigens für das Magazin entstandenen Comic-Kurzgeschichten.

Folgende Zeichnerinnen und Zeichner sind diesmal mit an Bord: Jolly Rotten, Ingo Römling, Rolf Noelte, Ingrid Sabisch, Das Tech-Trio, Lapinot, Sandra de Haan und Christian Pollege.

Als einer von zwei Chefredakteuren bei Comicgate war ich diesmal eher im Hintergrund tätig und habe keinen eigenen Artikel geschrieben. Dafür habe ich zahlreichen Comicschaffenden einen Fragebogen vorgelegt und von vielen auch Antwort erhalten (z.B. von Flix, Reinhard Kleist oder Heidi MacDonald). Insgesamt sieben Fragebögen sind über das Heft verstreut, weitere werden online folgen.

Premiere hatte die neue Ausgabe am letzten Wochenende auf dem Münchner Comicfestival, wo wir eine wirklich fantastische Zeit hatten. Gekrönt wurde diese von der Verleihung des ICOM Independent Comic Preises, den Comicgate in der Kategorie “Sonderpreis der Jury für eine besondere Leistung oder Publikation” gewann. Das war ebenso überraschend wie großartig und ich weiß jetzt, wie es sich anfühlt, “preisgekrönt” zu sein. Ganz schön gut.

Kaufen kann man die Nummer 4 direkt bei uns, beim Comichändler eures Vertrauens, oder beim Independent Comic Shop. Demnächst auch bei weiteren Online-Händlerin inkl. dem großen A.

Bei der Geburt getrennt? (6)

  

Klaus Lemke und The Goon