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Fünf Jahre Abspannsitzenbleiber

Wie mir gerade auffällt, hat dieses kleine Blog vor etwas mehr als einer Woche seinen fünften Geburtstag gefeiert. Und es gab in all den Jahren kein einziges Update des äußeren Erscheinungsbildes. Aber weil ein Kind mit fünf Jahren doch auch mal in neue Klamotten schlüpfen kann, spendiere ich ihm hiermit ein neues Outfit. Es heißt Typominima, stammt von blogsessive.com und wurde von mir ein wenig modifiziert, damit weiterhin alles auf Deutsch ist und auch Umlaute angezeigt werden können. Es ist ähnlich minimalistisch wie mein altes Layout, aber etwas edler. Mir gefällt’s. Wer die rechte Seitenleiste vermisst: diese Funktionen sind nach unten gewandert.

Was momentan noch fehlt, ist die Blogroll und meine bei Delicious verwalteten Link-Empfehlungen. Die passen noch nicht recht ins neue Layout, mal sehen, wie sich das noch lösen lässt.

Außerdem neu: Alle Beiträge können ab sofort geflattrt werden. Flattr finde ich als Social-Micropayment-System sehr spannend, nutze es als Zahlender schon seit einigen Monaten und binde es nun auch hier im Blog ein. Nicht weil ich mit meinen Beiträgen Geld verdienen will, sondern weil ich finde, dass Flattr ein schönes Tool ist, um einem Beitrag, der einem gefällt, seine Wertschätzung zu erweisen. Versteht den Button nicht als Bettelei, sondern als Einladung. Eine kleine Tasse, auf der “Tips welcome” steht.

Out Of Office Auto-Reply

Ich bin nicht da. Ich werde ihre Nachricht nach meiner Rückkehr beantworten.

Inspired by Iceland Video from Inspired By Iceland on Vimeo.
(via I Heart Pluto)

Titelfindungskommission gescheitert

Der argentinische Film El secreto de sus ojos von Juan José Campanella gewann im Frühjahr den Auslands-Oscar und kommt im Oktober auch in Deutschland ins Kino.

Aus diesem Anlass beauftragte der deutsche Verleih eine PR-Agentur mit einer kleinen Aktion unter Bloggern, die aufgefordert wurden, Vorschläge für einen deutschen Verleihtitel zu machen und dann auch gleich über die Vorschläge der anderen Teilnehmer abzustimmen. Na gut, dachte ich, ich gehöre ja auch zu denen, die immer über missratene deutsche Titel lästern, probierst du’s mal selber.

Eine besonders lustige oder aufregende Aktion ist daraus leider nicht geworden, was vielleicht einfach am Film liegt, über den man recht wenig weiß und der inhaltlich nicht zu originellen Höhenflügen bei der Titelfindung einlädt. Am Ende gab es 21 Vorschläge von acht Bloggern, mir selber wollte nur einer einfallen. Beim Voting stimmte eine Mehrheit für den Vorschlag Die Schuld im Gestern, einen Titel, der mich eher überhaupt nicht ins Kino locken könnte.

So ist es vielleicht nicht die schlechteste Idee vom Verleih, keinen der 21 Vorschläge zu übernehmen, sondern sich auf die naheliegende Idee zu verlassen, eng am Titel zu bleiben und den Film In ihren Augen zu nennen.

Man könnte also resümieren, dass die ganze Aktion relativ sinnlos war, wenn der Verleih schließlich doch seine eigene Idee umsetzt. Wobei es bei der Sache sicher nicht primär um die Titelfindung ging, sondern um ein halbwegs originelles Bekanntmachen des Films und seines Titels. Wenn alle Teilnehmer es machen wie ich und von der Aktion in ihren Blogs berichten, gibt es immerhin ein bisschen Öffentlichkeit, womit Verleih und Agentur ihr Ziel womöglich schon erreicht haben.

Wie auch immer; zumindest ein Titelvorschlag war dabei, der mich sehr amüsierte. Weill er schlicht alles zusammenfasst, was man als Uninformierter über den Film weiß, und weil er auch ganz schön auf den Punkt bringt, wie fruchtlos solche PR-Aktionen am Ende meistens sind: Ein unbekannter Argentinier, der in L.A. das WEISSE BAND zerschnitt.

Der ASB auf dem 17. Internationalen Trickfilm Festival Stuttgart

Heute abend beginnt in Stuttgart das 17. ITFS, das bis einschließlich Sonntag dauert und hunderte von kurzen und langen Trickfilmen aus aller Welt zeigt. Meines Wissens ist das ITFS das größte deutsche Festival für Animationsfilm und zählt auch weltweit zu den wichtigsten Veranstaltungen auf diesem Gebiet. Ich kenne das Festival noch nicht, werde aber ab Donnerstag vier Tage lang dort sein, viele viele Filme gucken und sowohl hier im Blog als auch bei Twitter drüber schreiben.

Voll, der Feed

Diejenigen, die dieses Blog per RSS-Feed-Abo verfolgen, haben es vielleicht schon bemerkt: Ab sofort gibt es hier einen Full Feed, der die kompletten Beiträge enthält. Das wollte ich schon seit langer Zeit einmal machen, gemeinsam mit einer kompletten Überarbeitung des Blogs. Weil aber dieser Relaunch sicher noch längere Zeit in der Prokrastinationsschleife hängen wird, habe ich die Änderung vorgezogen. Warum?

  • Weil ich als Leser selbst sehr gerne komplette Feeds habe
  • Weil ich wirklich nicht auf möglichst viele Klicks aus bin
  • Weil mir Zugriffsstatistiken inzwischen längst nicht mehr so wichtig sind wie am Anfang
  • Weil Kiki recht hat

Filme in zehn Sätzen

Einer meiner unausgesprochenen Neujahrsvorsätze hieß “Möglichst jeder Film, den du gesehen hast, soll einen Blogeintrag bekommen”. Klappt nicht so recht, ich bin bereits ziemlich im Rückstand. Deshalb ein Experiment, um aufzuholen: Kurzer, komprimierter Film-Senf in zehn Sätzen. Ist auch ein persönlicher Test, wie man mit engen formalen Vorgaben zurechtkommt. Und ich bin auch gespannt, ob sich eine sehr kurze Filmkritik wirklich schneller schreibt als eine lange. Wie dem auch sei, in den nächsten Tagen gibt es hier also verknappte Filmbesprechungen in genau zehn Sätzen. Wir beginnen mit Zombieland.

Im Motivationskeller

Im Moment hängt das Blog ein bisschen durch, und je weniger ich blogge, desto weniger Lust verspüre ich. Letzte Woche habe ich die Trailerschau schon mal still und leise ausfallen lassen, diese Woche habe ich erst recht keine Lust: filmz.de notiert sage und schreibe 15 Neustarts, und nicht einer davon macht mir auch nur annähernd Lust, ihn im Kino zu sehen.

Drum setze ich auch diese Woche nochmal aus und hoffe auf den motivationsfördernden Funken, der mich dazu bewegt, hier wieder mehr zu schreiben (vor allem auch anderes als immer nur Trailerschau). Da hinten seh ich ihn schon fliegen. Ganz klein, aber er kommt langsam näher …

Abwesenheitsnotiz


http://www.flickr.com/photos/hugovk/ / CC BY-NC-SA 2.0

Ich bin im Urlaub. Deswegen gibt es hier leider keine Trailerschau für die Filmstarts vom 27.8., und auch die kommenden beiden Wochen müsst ihr darauf verzichten. Der reguläre Betrieb geht hier voraussichtlich mit den Kinostarts vom 17. September weiter. Und wenn’s dann draußen wieder herbstelt und fröstelt, gibt’s hoffentlich auch sonst wieder ein bisschen mehr Inhalt auf diesem Blog.

In den drei kommenden Wochen starten etwa 30 Filme, aus denen ich hier mal ein paar interessante Rosinen herauspicke:

Für Leute wie mich: Brothers Bloom (ab 27.8.)
Eine Gaunerkomödie mit Adrien Brody, die nicht der Oberhammer, aber doch recht ansehnlich und hübsch geraten zu sein scheint. Meint z.B. Rochus Wolff bei critic.de.

Für Freunde von Kostümfilmen: Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten (ab 27.8.)
Hauptdarstellerin Michelle Pfeiffer, Regisseur Stephen Frears und Drehbuchautor Christopher Hampton begeben sich nochmal auf ähnliches Terrain wie damals bei Gefährliche Liebschaften. Das Spektrum der Kritiken reicht von fürchterlich bis großartig.

Für Rocker: It might get loud (ab 27.8.)
Robert Plant, Jack White und The Edge packen die Gitarren aus. Wem diese Namen nichts sagen, braucht sich mit dem Film nicht weiter zu beschäftigen, der Rest sucht sich ein Kino mit guter Soundanlage.

Für Hippies, Ex-Hippies, deren Sympathisanten und alle die Ang Lee mögen: Taking Woodstock (ab 3.9.)
Ang-Lee-Filme sind ja eigentlich immer einen Blick wert, meistens sind sie sogar sehr gut. Hier erzählt von Woodstock, das gerade wegen des 40. Jahrestags wieder in aller Munde ist. Und zwar aus der Sicht eines jungen Mannes, dessen Eltern ein Motel ganz in der Nähe jener Wiese haben.

Für die, die noch an Humor im deutschen Kino glauben: Whisky mit Wodka (ab 3.9.)
Manchmal haut’s ja doch hin mit dem Humor in deutschen Filmen. Bei Regisseur Andreas Dresen und einer Besetzung mit Henry Hübchen und Sylvester Groth stehen die Chancen so schlecht nicht. Es geht übrigens um Schauspielerei und Filmemachen, Doppelbödigkeiten sind also garantiert.

Für Kids: Wickie und die starken Männer (ab 9.9.)
Bully Herbigs Realverfilmung der Zeichentrickserie. Ist für Kinder vielleicht recht spaßig.

Für Mutige: Antichrist (ab 10.9.)
Lars von Trier schockt mal wieder alle, oder er versucht es zumindest. Heftiges Beziehungsdrama mit Horror-Anleihen. Im Kino werde ich mir das nicht antun, weil ich mich nicht zwei Stunden lang extrem unwohl fühlen möchte. In den vertrauten vier Wänden würde ich vielleicht einen Versuch wagen.

Für Science-Fiction-Fans: District 9 (ab 10.9.)
Der günstig produzierte Film aus Südafrika war ein großer Erfolg an den US-Kinokassen und sieht auf jeden Fall sehr interessant aus: Hier kommen die Aliens mal nicht als böse Invasoren, sondern als Flüchtlinge auf die Erde. Auf diese Apartheid-Parabel können sich anscheindend Kritik und Publikum einigen.

Für Anspruchsvolle: Sturm (ab 10.9.)
Der neue Film von Hans-Christian Schmid, über serbische Kriegsverbrecher vor dem Haager Tribunal. Könnte etwas trocken sein, aber was Schlechtes ist von Schmid eigentlich nicht zu erwarten.