gekickt

Ich wär dann soweit

Von mir aus kann’s losgehen. Die Tipps für die ersten Spiele sind abgegeben, die Gruppen und ihre Teilnehmer habe ich im Kopf, Plätze fürs Kneipen-Viewing der deutschen Vorrundenspiele sind reserviert, und mein persönlicher Europameister-Tipp steht fest: Portugal wird’s.

Und wenn nichts dazwischenkommt, wird es morgen nachmittag hier im Blog ein kleines Live-Blogging über die Eröffnungsfeier und das alberne TV-Geplänkel drumherum geben.

Iberer sind fairer

Solche Szenen wie die aus Spanien würde ich in der Bundesliga auch gerne mal sehen:

1. Die Mannschaft von Barcelona steht Spalier für den frischgebackenen Meister Real Madrid:

(Direktlink)

2. Levante streikt wegen ausstehender Spielergehälter und der Gegner La Coruna spielt äußerst fair mit:

(Direktlink)

Drah di, Franck!

Das Ergebnis war zwar enttäuschend, das Spiel aber war sehr ansehnlich und nie langweilig, und allein für diese Szene hat sich der Eintrittspreis fürs Stadion schon gelohnt:

Wir Elf

Thomas Darchinger ist Schauspieler und Bayern-Fan. Zu jedem UEFA-Cup-Spiel des FC Bayern lädt er Gäste zu einer kleinen Fußball-Talkshow ins Schwabinger “Vereinsheim” ein, die die Übertragung des Spiels umrahmt. Die Highlights der Talkrunden sind in einzelnen Folgen von Darchingers Video-Podcast Wir Elf zu sehen. Und das folgende Beispiel zeigt, dass Mehmet Scholl verdammte Entertainer-Qualitäten hat. Gebt dem Mann eine eigene Sendung!

Die nächste “Wir Elf”-Sitzung ist morgen abend im Vereinsheim, zu Gast sind Franz “Bulle” Roth und Thorsten Fink.

Ich bin verliebt…

…in Franck Ribéry!

Mehmet Scholl sagt Servus

Dem Transparent kann ich mich anschließen. Ich kenne keinen Fußball-Fan, erst recht keinen Bayern-Fan, der Mehmet Scholl nicht gemocht hätte. Sein Abschiedsspiel gegen Barcelona war ein toller Schlusspunkt für eine Karriere, die nie die ganz großen Höhen erreicht hat, die möglich gewesen wären. Die Hidden Cameras, die zum Auftakt gespielt haben, habe ich leider verpasst, aber auch die restliche Musikbeschallung im Stadion war angenehm anders als üblich. The Ataris und Jet statt Kirmestechno, und in der Halbzeitpause die Sportfreunde Stiller mit einem, naja, Playback-Auftritt.

“Naja” war dann auch das Spiel. Das plätscherte so dahin und man merkte deutlich, dass man hier ein Freundschaftsspiel sah, bei dem kein Spieler sich oder dem anderen weh tun wollte. Immerhin: Ein Spiel mit weniger Fouls als das hier habe ich auch noch nie gesehen. Sowohl der FC Bayern als auch der FC Barcelona spielten sich hübsch im Mittelfeld die Bälle zu, allein Torszenen gab es wenig. Ein einziges Tor im ganzen Spiel (0:1 Messi) war dann doch arg wenig in einem insgesamt enttäuschenden Spiel. Die echten Höhepunkte in der zweiten Halbzeit waren Mehmet Scholls Ehrenrunde und der Auftritt eines (bekleideten) Flitzers, der es ziemlich lang schaffte, sich nicht fangen zu lassen.

Deutschland – San Marino 6:0

Event-Manie in Nürnberg: Gleichzeitig Länderspiel, Rock im Park und dazu mindestens ein dutzend Junggesellenabschiede in der Altstadt (kann dieser Trend bald mal wieder abebben, bitte?). Weil die S-Bahn trotzdem in einem eher gemächlichen Takt fährt, sind wir erst kurz vor Anpfiff im Frankenstadion (das heute leider einen schlimmen anderen Namen trägt).

Wo man hinschaut, schwarz-rot-gold. Das Publikum spielt Fanmeile ’06 und feiert sich selbst. Und wenn dann Tausende lauthals die Nationalhymne singen, schweifen meine Gedanken kurz nach Rostock und ich halte lieber die Klappe.

Dass kurz vor der Pause das 1:0 fällt, finde ich ja fast schade. So bleibt der deutschen Mannschaft weitgehend ein Pfeifkonzert erspart, dass sie sich verdient hätte. Die erste Halbzeit war zwar ein Spiel auf ein Tor, aber ohne Ideen, ohne Tempo, ohne Spielwitz. Dafür mit dem einsamen Höhepunkt, in dem Jens Lehmann außerhalb des Strafraums erst den Ball vertändelte und dann eigentlich wegen Handspiels hätte Rot sehen müssen.

Rot sieht dafür dann ein Verteidiger der San Marin… (äh -esen, -aner, oder -istas?), und wir sind mitten in den knapp 30 guten Minuten des Spiels, in dem tatsächlich Tempo, Spielspaß und einige Tore zu sehen sind. Oleole. Die Schlussphase wird dann wieder mit angezogener Handbremse gespielt, es wird leise im Stadion und man kann wieder versuchen, zu erraten, welche Band gerade auf der Center Stage nebenan spielt.

Beste Spieler: Aus meinem nicht optimalen Blickwinkel auf Spielfeld würde ich mal sagen, Frings und Jansen. Auch die eingewechselten Gomez und Fritz hatten starke Szenen. Totalausfall: Miro Klose. Zurück ins Funkhaus.

10 Tore sind Pflicht!