
Das leckere Championschnitzel gibt’s im Nockherberg-Stüberl in Giesing. Und dazu auf der Großbildleinwand eine Übertragung aus der Champignons-League.

Das leckere Championschnitzel gibt’s im Nockherberg-Stüberl in Giesing. Und dazu auf der Großbildleinwand eine Übertragung aus der Champignons-League.
Jede Stadt hat ein Das Grosse Hässliche Ding (DGHD), weiß die Riesenmaschine und sucht Vorschläge für DGHDs in verschiedenen Städten.
Mein Favorit für München: das Heizkraftwerk Süd. Dort wird Strom gemacht und “und seit 1969 in großtechnischem Maßstab auch Fernwärme” (sagen die Stadtwerke). Dass sowas nicht hübsch sein kann, ist ja klar, aber das Heizkraftwerk liegt so zentral, dass es in seiner Unhübschheit besonders auffällt. Egal ob man auf einer Isarbrücke gen Süden blickt, vom Alten Peter aus das Alpenpanorama erspähen will oder sich im Sommer an Grill- und Sonnenbadexzessen am Flaucher beteiligt: immer ist Das Grosse Hässliche Ding im Blickfeld.
Doch das Schöne im Hässlichen, es ist nicht fern: an den Schornsteinen dürfen nämlich Wanderfalken brüten.

Frohes neues Jahr, allerseits. Und nicht vergessen: die Neujahrsnacht dauert diesmal eine Sekunde länger!
(Das Foto stammt vom FC-Bayern-Abschlussfeuerwerk am 21.12. in der Münchner Arena)

Man kann vom neuen Münchner Fußball-Stadion halten was man will, aber wenn man in der Dunkelheit die Arena rot leuchten sieht und sich darauf zubewegt, dann hat das etwas magisches. Wenn dazu dann noch die Vorfreude kommt, gleich zwei der drei momentan besten Bundesliga-Teams sehen zu dürfen, dann ist es wieder da: das spezielle Fußball-Live-Gefühl. Dazu braucht man keine Fanschals und Trikots zu tragen, auch keinen Sixpack Bier genossen zu haben. Dabeisein reicht schon.
Das hat sicher auch etwas mit der Masse zu tun. 66.000 Menschen in einem Rund versammelt, das hat eine eigene Dynamik, die auch ein bisschen beängstigend ist. Immer wieder erstaunlich, dass solche Veranstaltungen in aller Regel verhältnismäßig friedlich über die Bühne gehen.
Das Spiel selbst (FC Bayern – HSV, 1:0 n.V.) hätte ein paar Tore mehr vertragen können, war aber Fußball auf hohem Niveau. Das Tor von Hargreaves in der Verlängerung war überfällig und verdient, wenn auch bitter für die Hamburger, die sich bestimmt schon auf ein Elfmeterschießen gefreut hatten.
Nervig: im neuen Stadion wird noch mehr Wert auf Show und Inszenierung gelegt. Die Grenze zum Peinlichen ist da schnell mal erreicht. Das große Feuerwerk am Schluss war aber trotzdem toll.
(Ein paar weitere Fotos gibt’s hier.)