Der nächste Fragebogen (meine Antworten in Fett):
1. Der beste Film mit Willem Dafoe ist für mich Shadow of the Vampire von E. Elias Merhige. Sehr gelungener Meta-Film über die Entstehung von Nosferatu mit einem glänzenden Dafoe als Max Schreck. Und wieder offenbare ich zwei wüst klaffende Bildungslücken. Ich habe bislang weder Platoon noch The Last Temptation of Christ gesehen.
2. Tim Burton hat mit Edward Scissorhands seine beste Regiearbeit abgelegt, weil das der Film war, der mich für immer zum Burton-Fan gemacht hat. Einer der Regisseure, bei denen mir sein Name reicht, um reinzugehen.
3. Der beste Film mit Helena Bonham Carter ist für mich Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street von ihrem Ehemann, dem Typen aus Frage 2, der sie ja sowieso in jedem seiner Filme besetzt.
4. Der schlechteste Film, den ich in den letzten vier Wochen gesehen habe, war kein Film, sondern eine Serienfolge: “New York”, das Staffelfinale der zweiten Season von Glee. Fürchterlich in jeder Hinsicht (die Songs, die Dialoge, die “Handlung”). Ich habe die Serie nie wirklich geliebt, fühlte mich aber meist sehr gut unterhalten. Ich mochte den hemmungslos bunten Pop-Appeal, freute mich über die ironischen Brechungen, die zuverlässig immer dann kamen, wenn die Moralkeule ganz knapp über des Zuschauers Stirn pendelte, und schloss zumindest einen Teil der Figuren ins Herz. Aber es war halt auch immer wieder eine typische Teenieserie mit allzu typischen Handlungssträngen und oft furchtbar konstruierten Plots. Die dritte Staffel muss ich nicht mehr sehen.
5. Mit Filmen vom Regisseur Michael Bay kann ich überhaupt nichts anfangen, weil BOOM! CRASH! ZISCH! FLIIING! PARDAUZ! Entschuldigung, ich versteh’ Sie grad so schlecht.
6. Science-Fiction als Genre in all seinen Ausprägungen hat einen recht kleinen, aber festen Platz in meinem Medienkonsum. Das Genre bietet einen wunderbaren Rahmen für großartige Geschichten, von komplex-philosophischen (Solaris) bis unterkomplex-philosophischen (The Matrix), von düsteren Dystopien (Blade Runner) bis zu bis zur bunten Popcorn-Gaudi (The Fifth Element). Und natürlich gilt auch hier, wie überall, die Regel von Theodore Sturgeon, einem Autor von … na?
7. Mein zuletzt gesehener Film war Drive von Nicolas Winding Refn und der war der Hammer, weil es sich hier um eine superschick glänzende Autorenfilm-Karosserie handelt, unter deren Haube ein ordentlich frisiertes B-Picture röhrt. Leckerst.
