zitiert

Wahre Worte (4)

Jene Angriffe allerdings sind eine unerträgliche Beleidigung der Intelligenz aller Menschen, die ein wenig Ahnung von Medien und Kommunikation haben. Es ist erbärmlich, wie gebildete (nehmen wir jetzt mal an) und in öffentlichen Ämtern tätige Menschen nicht erkennen, dass sie den Gegner, den sie besiegen wollen, nur stark machen.

Thomas Knüwer über den Feldzug gegen Popetown.

Prioritätensetzung

Na super. Da machen wir uns sehr ernsthafte Sorgen um den Zündfunk, und was titelt die tz?

tz: Der BR stellt Herzblatt ein

Die Guten sind in der Minderheit. Scheiße.

Programmhinweis

Heute könnte man mal ausnahmsweise Maischberger auf n-tv einschalten. Es wird ihre letzte Sendung sein, zu Gast ist Harald Schmidt. Läuft um 17:10 und um 22:10. Schmidt als Gast ist meistens sehr unterhaltsam, wie er unlängst bei Sigmund Gottlieb und bei Johannes B. Reinhold Beckmann bewiesen hat.

In der Nacht von Freitag auf Samstag werden dann noch ein paar ältere Maischberger-Sendungen wiederholt, und zwar die mit den ganz hochkarätigen Gästen: Rau, Schröder, Kohl, Merkel, diese Liga. Und Helge Schneider.

Und noch mehr Schmidt kann man im Interview bei der Netzeitung lesen, das unsinnigerweise auf mehrere Tage gestreckt wird. Schmidt spricht dort u.a. etwas an, was ich mir auch schon gedacht habe:

Was ich sowieso nicht verstehen kann, ist dieses Gejammer: «Wir Deutschen sterben aus.» Wo ist da das Problem? Zumal ja schon geklärt ist, wer nachrückt – der Afrikaner.

Albumtitel des Jahres

Die Musik auf diesen Platten dürfte auch ganz gut sein, aber die Titel sind schon mal ganz große Klasse:


Die Sterne: Räuber und Gedärm

Kate Mosh: Breakfast Epiphanies

Wortspiele gehen auch im Jahr 2006 noch. Wenn sie gut sind.

Wahre Worte (3)

Tobias Kniebe vergleicht in der SZ die verschiedenen Mechanismen der Instant-Starwerdung anhand von Tobias Regner (DSDS) und Grup Tekkan (“Sonnenlischt”):

Wenn es um inhaltliche Leere, fehlendes Charisma und die Abwesenheit einer künstlerischen Identität geht, geben sich die beiden Star-Modelle jedoch nichts.

Overkill

Der Berliner Kinobetreiber Georg Klosters hatte schon vor der Berlinale gewarnt und einen offenen Brief an die Produzenten, Verleiher und Förderer deutscher Filme geschrieben. Sechzehn deutsche Filme kämen in den acht Wochen nach der Berlinale in die Kinos – und dann keiner mehr bis August: „Wie oft schafft der normale Filmbegeisterte den Weg ins Kino? Jetzt rechnet aus, was für Euren Film übrigbleibt, wenn sich zwei, drei oder unwahrscheinlicherweise vier Filme als Hits durchsetzen.” Und die Antwort gab er gleich selbst: „Der deutsche Film kannibalisiert sich selbst und alle klatschen.”

Michael Althen in der F.A.Z.
Dass Filmverleiher und Kinobesitzer Angst vor der WM haben, kann ich ja durchaus verstehen. Aber diese Taktik ist zum Scheitern verurteilt. Stellt euch vor, der Sommer wird verregnet und die deutsche Mannschaft scheidet im Achtelfinale aus. Dann fällt der WM-Hype zusammen wie ein Soufflé, wie unser Ex-Außenminister sagen würde, und dann wäre man doch vielleicht froh, ein paar frische Filme im Angebot zu haben.

(via Franziskript)

Gehackte Zwiebeln und Kiefer-Wahnsinnige

Es ist ja schon ein bisschen billig, sich über schlecht übersetztes (oder aus dem Google-Translator stammendes) Deutsch lustig zu machen. Aber wenn es so wunderbare und wundersame Blüten treibt wie auf der türkischen Website turkiyeninrehberi.com, dann kann ich nicht anders, als ein bisschen zu zitieren:

Die Türkei ist ein Land, das durch zärtlich Luftsportarten wie Paragleiten, Paragleiten, Segelflugzeug, Fallschirm und Ballon entdeckt werden soll.

Mikrolicht ist ein sehr grundlegendes motorisiertes fliegendes Gefäß (Schiff). [...] Es gibt keine Bedeutung von der Landung und nimmt Start-und Landebahnen weg, es kann landen und sich innerhalb von kurzen Entfernungen entfernen.

Es gibt auch Rezepte, z.B. für “Vollgestopfte Frikadellen”:

Vorbereitung :
1-Blutgeschwür bulgur in viel bis weichem Wasser. Abfluß und beisete gelegt.
2-schmelzen Margarine und leicht braune gehackte Zwiebeln und Kiefer-Wahnsinnige. [...]
9-Hitzeöl in frypan und brät leicht Frikadellen bis golden braun. Abfluß und dient.
Guter Apetite.

Dankeschön. Nach dem Kochen kann man sich dann ein grobes Lager suchen:

Grobe Lager

(via Axel Hacke im SZ-Magazin)

V wie Verachtung

Ein sehr lesenswerter Artikel in der New York Times erklärt das schlechte Verhältnis zwischen dem großartigen Comicautor Alan Moore, der Filmindustrie und DC Comics.

I’ve read the screenplay. It’s rubbish.

Ein Künstler und die Entertainmentindustrie. Eine schwere Beziehung. Die Erwartungen für die Verfilmung von V wie Vendetta, die morgen startet, sollte man lieber nicht zu hoch ansetzen.

Ergänzung, 16.03.: Wer sich nicht bei der New York Times registrieren und trotzdem den Artikel lesen möchte, nutzt den Umweg über BugMeNot. (danke an Prospero fürs Dran-Erinnern)